Archiv für September 2008

Protest für den Erhalt linker Freiräume

„We love Median“, „Median bleibt“ und „Freiräume bedingungslos erhalten“ waren nur einige der Sprüche, die überraschte Passant_innen am 16. September vor dem Rathaus auf den zahlreichen Plakaten und Transparenten lesen konnten. Mehr als zweihundert junge Menschen hatten sich versammelt, um an der öffentlichen Sitzung des Jugendhilfeausschusses teilzunehmen, denn dort sollte über die Förderung des Awiro e.V. (Alternatives Wohnen in Rostock) beraten werden. (mehr…)

Chronik September aktualisiert

22./23. September 2008
In der Nacht vom 22. zum 23. September wird das Ostseeviertel erneut durch Nazischmierereien verunstaltet. So werden an einem Durchgang von der BFT-Tankstelle zum Ostseeviertel Parolen wie „Wir wollen kein 2. Kreuzberg“, „Ausländer raus“, sowie durchgestrichene Davidssterne und riesige Hakenkreuze angebracht. Ein ca. 2 Meter hohes Hakenkreuz befand sich auch an dem Supermarkt im Ostseeviertel. Daneben prangte der Spruch „Arbeit für alle!“. Die Schmierereien wurden innerhalb kürzester Zeit von der Stadt entfernt.

22.September 2008
An der Bahnhofsunterführung am Südbahnhof tauchen mehrere rechte Schmierereien auf. Neben Sprüchen wie „Antifa raus“, „HDJ!“ und „Deutschland den Deutschen“ findet sich dort auch eine 4m lange Sprüherei „Antifa ist scheiße“ mit einem 1×1 m großen Hakenkreuz.

17. September 2008
In der Nacht zum 17. September beschmieren Neonazis in der Grimmer Straße, Loitzer Straße und Soldmannstraße mehrere Gebäude und Flächen mit Hakenkreuzen und rechten Parolen wie „Heil Hitler“, „Anti-Antifa ist überall“ und „Smash Antifa“. Zudem tauchen in dem Bereich auch Schablonensprühereien mit dem Slogan „Nationaler Sozialismus jetzt“ auf.

6. September 2008
An der Europakreuzung und auf dem Rubenowplatz werden mehrere Holzschilder mit der Aufschrift „Pommern 1,5 Millionen Vertriebene“, „Ostpreußen 2,2 Millionen Vertriebene“ und „Schlesien 5,6 Millionen Vertriebene“ angebracht. Die Koordinatorin des Präventionsrates erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

Internationalen Rassist_innenkongress verhindern

Vom 19. bis zum 21. September 2008 wollen Rassist_innen und Neofaschist_innen aus ganz Europa in Köln einen so genannten “Anti-Islamisierungs-Kongress” durchführen. Dabei wollen – unter dem Deckmantel einer vermeintlichen Islamkritik – bis zu 1000 Rechte (vom klassischen Neonazi bis hin zu Rechtskonservativen) ihre Propaganda gegen Menschen anderer Herkunft und Religion verbreiten. Dazu eingeladen hat die selbsternannte “Bürgerbewegung pro Köln”.
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