Archiv für November 2009

Bericht zur Gedenkveranstaltung

Gestern fand eine vom Bündnis „Schon vergessen“ organisierte Veranstaltung statt, um des ermordeten Eckard Rütz zu gedenken. Dazu kamen mehr als 50 Menschen zu der Gedenktafel am Mensavorplatz, die daran erinnert, dass vor neun Jahren, in der Nacht vom 24. zum 25. November, drei Neonazis den obdachlosen Menschen zunächst verprügelten und dann erschlugen. Ihrer Tat ging ein menschenverachtendes Weltbild voraus, in der ein Mensch wie Eckard Rütz, keinen Platz hat, da er, so einer der Täter während der Gerichtsverhandlung, „dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liege“.

Mit andächtiger Musik, einem Gedicht und einer Schweigeminute, in der Kerzen und Blumen niedergelegt wurden, wurde der Rahmen für ein würdiges Gedenken geschaffen. Auch wurde eine Rede des Bündnisses verlesen, die hier zitiert werden soll: (mehr…)

Gedenkveranstaltung zum neunten Todestag von Eckard Rütz

Das Bündnis „Schon Vergessen“ lädt alle Unterstützer_innen und Interessierten am Mittwoch, den 25. November ab 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Mensavorplatz ein, um gemeinsam dem vor neun Jahren von Neonazis ermordeten Obdachlosen Eckard Rütz zu gedenken. Eckard Rütz wurde in der Nacht vom 24. auf den 25. November 2000 von drei rechtsextremen Jugendlichen zunächst brutal verprügelt und dann erschlagen, weil er, so einer der Täter, „dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liege“. (mehr…)

Kein Tag zum Feiern!

Eines wurde über die glanzvollen Feierlichkeiten zum 20. Jahrestag des Mauerfalls, einem wunderbaren Anlass mal wieder den Nationalstolz in vollen Zügen auszuleben, in vielen Medien fast vollkommen ausgeblendet: An diesem Tag jährte sich ein weiteres historisches Ereignis, welches nur allzu gerne in den Hintergrund gedrängt wird. 71 Jahre ist es her, dass sich in ganz Nazideutschland der rassistische und gesetzlich verankerte Antisemitismus derart zuspitzte, dass überall die Synagogen brannten, Wohnungen zerstört und Jüdinnen und Juden und solche, die basierend auf der sogenannten „Rassenlehre“ als „Nicht-Arier“ galten, gedemütigt, misshandelt und getötet wurden.

Die Novemberpogrome 1938, die den Beginn der systematischen Verfolgung und Ermordung jüdischer Menschen in ganz Europa darstellen, dürfen nicht in Vergessenheit geraten! Deshalb fand auch in diesem Jahr, am Montag dem 9. November, eine Gedenkveranstaltung für die Opfer der Shoa statt, zu der der „Arbeitskreis Kirche und Judentum der pommerschen evangelischen Kirche“ aufgerufen hatte. Um die 70 Personen fanden sich vor der Tafel zur Erinnerung an die jüdische Gemeinde von Greifswald in der Mühlenstraße ein, um an die Novemberpogrome und das Leid der Opfer des Nazi-Terrors zu erinnern. Vertreter_innen der Stadt fehlten, wie nicht anders zu erwarten, auf der Gedenkveranstaltung gänzlich. Auch die Zahl der Studierenden hielt sich in Grenzen. (mehr…)

Potentiell Verdächtig!

Am 14. November 2009 findet um 14 Uhr in Rostock (Treffpunkt: Hbf Nord) eine Demo für die Abschaffung politischer Repressionen gegen linke Strukturen und Aktivitäten statt. Sie thematisiert unter anderem Maßnahmen von Polizei und Justiz, die im Zusammenhang mit den Anti-NATO-Protesten in Strasbourg im April 2009 durchgeführt wurden und von denen eine Reihe von Rostocker Aktivist_innen betroffen sind.

Repression für alle!
Machen sie mit, schweigen sie jetzt?
Potenziell verdächtig?!