Gedenkveranstaltung zum neunten Todestag von Eckard Rütz

Das Bündnis „Schon Vergessen“ lädt alle Unterstützer_innen und Interessierten am Mittwoch, den 25. November ab 17 Uhr zu einer Gedenkveranstaltung auf dem Mensavorplatz ein, um gemeinsam dem vor neun Jahren von Neonazis ermordeten Obdachlosen Eckard Rütz zu gedenken. Eckard Rütz wurde in der Nacht vom 24. auf den 25. November 2000 von drei rechtsextremen Jugendlichen zunächst brutal verprügelt und dann erschlagen, weil er, so einer der Täter, „dem deutschen Steuerzahler auf der Tasche liege“.

Die Greifswalder Stadtverwaltung war an einer Aufarbeitung dieses menschenverachtenden Mordes kaum interessiert, obwohl es sich um den zweiten getöteten Obdachlosen innerhalb eines Jahres (im Juni 2000 wurde bereits Klaus-Dieter Gerecke erschlagen) in der Universitätsstadt handelte. Und so erinnerte sieben Jahre lang nichts am Tatort an Eckard Rütz und die Hintergründe seines Todes. Er wurde aus dem kollektiven Gedächnis der Stadt gestrichen.

Durch das Bündnis „Schon Vergessen“ wurde im Jahr 2007 ein Gedenkstein gesetzt und so ein Ort der Erinnerung geschaffen, an dem auch in diesem Jahr gemeinsam Eckard Rütz gedacht werden soll. Denn die Morde an Eckard Rütz und Klaus-Dieter Gerecke dürfen nicht in Vergessenheit geraten und bleiben nur durch eine aktive und kritische Gedenkkultur im Gedächtnis der Stadt erhalten.

Wann: 25. November 17 Uhr
Wo: Mensavorplatz