Solisponti in Rostock nach Naziangriffen in Berlin

via indymedia

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Nachdem von Neonazis in Berlin in der Nacht zum Montag mehrere Brandanschläge auf verschiedene linke Einrichtungen verübt worden sind, versammelten sich in der Hansestadt etwa 120 Menschen zu einer spontanen Solidaritätsdemonstration. Sie protestierten damit auch gegen einen Naziangriff in Greifswald, der sich in der Nacht zum Samstag ereignete. So wie es scheint, könnten NPD-Mitglieder in den Übergriff verwickelt sein.
Offenbar mitgebrachte Neonazikleidung wird am Rand der Demonstration in Brand gesteckt, Böller explodieren, benaglische Fackeln abgebrannt. Es ist ein recht martialisches Bild für die Anwohner des alternativ geprägten Stadteils Kröpeliner-Tor-Vorstadt (KTV). Zunächst hatten sich am Margaretenplatz gegen 21:00 Uhr rund 85 Personen, vor allem aus dem autonomen und linksalternativen Spektrum versammelt. Während des Zuges schlossen sich weitere Menschen, die in den Straßen, Cafes und Kneipen des Stadteils anwesend waren, der Demonstration an. Hunderte verteilte Flyer informierten zusätzlich die Anwohnerinnen und Anwohner des Stadteils über die Vorfälle der vergangenen Tage. Nach einer Runde durch den Stadtteil löste sich die Demo, an der schließlich rund 120 Menschen teilgenommen hatten, am Saarplatz auf. Auch an der Budapester Straße Nr. 28 zog die Demonstration vorbei. Dort wohnt Hannes Welchar, ein wegen Körperverletzung verurteilter Landtagskandidat der NPD.
Während in Berlin nicht klar ist, aus welchem Spektrum der Naziszene die Attacken kamen, verdichten sich in Greifswald die Hinweise weiter, die dafür sprechen, dass die NPD zumindest Mitwisser der Tat ist. So wird auf dem, von NPD-Kadern betriebenen, Portal „MuPInfo“ mutmaßliches Täterwissen enthüllt. Mindestens eine Person soll bereits identifiziert worden sein. Dabei könnte es sich, um einen führenden Neonazikader handeln, der an der dortigen Universität studiert.
Bereits am Samstag demonstrierten in Greifswald rund 200 Menschen wegen eines Übergriffs, bei dem ein Jugendlicher schwer verletzt wurde, als er von drei Neonazis angegriffen wurde. (C) Tim Krugfelch 2011

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