Archiv für August 2011

NSG und die Sache mit der Logik

Seit mehr als einem Monat sind die Neonazis in Mecklenburg Vorpommern damit beschäftigt ihre Gefolgschaft für den Wahlkampf der NPD zu mobilisieren. Zu schaffen machen ihnen dabei die eigenen knappen Kassen, niedrige Umfragewerte und immer wieder Gerichtsverfahren gegen Funktionäre der NPD. Doch auch die antifaschistische Kampagne „Wake Up – Stand Up“ versucht alles, um die Nazis möglichst effektiv zu bekämpfen. Es wurde überall im Lande demonstriert, geflyert und rechte Propaganda entsorgt. Nun wollen einige Neonazis aus Greifswald sogar die Materialien der Antifa-Kampagne entlarven.[ link zum Rest des Tetxtes ]

Erneuter Stadtspaziergang

Nachdem die NPD ihren Wahlkampf in Greifswald weiter vorantreibt, so z.B. am vergangenen Mittwoch mit Infoständen auf dem Fischmarkt und in Schönwalde und mit unzähligen an Laternen aufgehängten Plakaten, muss man auch antifaschistische Gegenaktionen nicht vergeblich suchen.

Am heutigen Mittwoch, den 17.08.2011, machten sich 35 Antifaschist_innen auf den Weg zu einem weiteren Stadtspaziergang in Greifswald. Diesmal ging es nach Schönwalde I. Die Route führte die Gruppe über die Anklamer Straße, die Einsteinstraße, den Dubnerring sowie viele weitere Straßen.
Es wurden mehrere tausend Flyer verteilt und unzählige Sticker geklebt. Auch Nazipropaganda wurde fachgerecht entsorgt.
Von vorbeikommenden Passant_innen wurde der Gruppe mehrfach Anerkennung ob ihrer Tätigkeit gezollt.

Der NPD wird im Wahlkampf weiterhin kein ruhiger Raum gelassen – weder in Greifswald noch sonst irgendwo in M-V.
NPD-Wahlkampf sabotieren!


Veranstaltungshinweis

Am 11.8.2011 findet um 20 Uhr eine äußerst interessante Veranstaltung im IKuWo statt. Hinkommen!

Info- und Mobilisierungsveranstaltun​g zum Al Quds-Tag und den Gegenprotesten
noalquds

Am 27. August 2011 wollen Islamist_innen in Berlin zum so genannten Al Quds-Tag als Kampftag des politischen Islam auf die Straße gehen. Seit dem Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Chomeini vom 8. August 1979 demonstrieren Islamist_innen jedes Jahr zu diesem Anlass für eine Welt ohne Israel und die Eroberung Jerusalems. In dieser Tradition verbreitet das iranische Mullah-Regime seit Jahren offen antisemitische Propaganda, leugnet den Holocaust und schürt Hass gegen den „dekadenten Westen“. Gleichzeitig unterstützt das Mullahregime durch Geld- und Waffenlieferungen den Kampf islamistischer Terrororganisationen und arbeitet an seiner atomaren Bewaffnung, die angesichts der regelmäßig ausgesprochenen Vernichtungsdrohungen eine existenzielle Bedrohung für Israel darstellt.

Bei dem Vortrag werden Referent_innen des antifaschistischen Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag auf die geschichtliche und inhaltlichen Einordnung der Bedeutung des Tages sowie auf die diesjährige Planungen gegen den Al Quds-Marsch eingehen.

http://noalquds.blogsport.​de/


und hier nochmal als Facebook-Event

Antifaschistische Wahlkampf-Woche

Die zunnehmende (Wahlkamp-)Aktivität der NPD in Greifswald bleibt nicht unbeantwortet. Seid Mittwoch letzter Woche vergeht kaum ein Tag ohne antifaschistische (Gegen-)Aktionen.

Am letzten Mittwoch waren es 50 Antifaschist_innen, die durch Schönwalde II zogen, um dort Flyer der Kampagne „Wake up, stand up! Keine Stimme den Nazis in MV“ zu verteilen und Sticker anzubringen. Am Donnerstag folgte die Fleischervorstadt, um am Freitag dann die Fettenvorstadt, die Stadtrandsiedlung und alles auf dem Weg „abzuarbeiten“. Am heutigen Montag wurden an mehreren Stellen Transparente angebracht, die den vorbeifahrenden Autofahrer_innen die Wahl und die Tatsache, dass die NPD abgewählt gehört, in Erinnerung riefen. Nachmittags wurde dann der inzwischen fast schon traditionelle antifaschistische Stadtspaziergang absolviert. Diesmal ging es durch die Innenstadt.

Einen Monat vor der Wahl ist klar: Der antifaschistische Widerstand gegen die NPD, ihre Ideologie und ihren Wahlkampf in Greifswald ist aktiv.
Wir tolerieren keine menschenverachtenden Ideologien und bekämpfen deren Verbreitung.

Kommt am Mittwoch, den 10.08.2011, zum NPD-Infostand am Fischmarkt und lasst uns dort zeigen, dass wir nichts von ihnen und ihren „Alternativen“ halten.

(klicken um zu vergrößern)




Stadtspaziergang in Schönwalde II

via Indymedia

Was in Rostock und Neubrandenburg geht, klappt auch in Greifswald. Knapp 50 Antifaschisten zogen durch das Stadtviertel Schönwalde II und verteilten tausende Flyer. Komplikationen gab es nur am Rande.
Vor knapp einer Woche wollte die NPD in einem Greifswalder Plattenviertel aufmarschieren, eine Kundgebung abhalten, zum „Volk“ sprechen. Tatsächlich versteckten sich entweder 30 Kameraden vor dem Regen unter den Bäumen oder sie versuchten die Überzahl an Gegendemonstranten zu ignorieren. Außenwirksamkeit: Null

Dagegen zogen heute knapp 50 Antifaschisten durch Schönwalde II und verteilten mehr als 2500 Flyer. Hunderte Aufkleber fanden ihren Weg aus den Taschen der vorwiegend jungen Leuten zu Laternenpfeilern, Stromhäuschen, Verkehrsschildern.
Die Resonanz war fast durchweg positiv. Kein Wunder, sorgen rechte Angriffe gerade in Greifswald in der letzten Zeit immer wieder für Aufsehen. Von 18:00 bis 19:00 Uhr dauerte der Stadtteilspaziergang und viele Anwohner – zunächst irritiert – reagierten positiv, als sie merkten, dass es gegen die NPD geht.
Lediglich zwei Unverbesserliche nervten kurz am Rand. Ein kurzes, aber bestimmtes Gespräch sorgte dann schließlich für die Umkehr. Eine Wiederholung von Szenen wie in Rostock-Toitenwinkel, als drei Neonazis meinten 70 Antifas anzugreifen, blieben dank der Einsicht der „Nationalen“ unnötig.


Bekamen einen antifaschistischen Platzverweis…

Tim Krugfelch, 2011