Stadtspaziergang in Schönwalde II

via Indymedia

Was in Rostock und Neubrandenburg geht, klappt auch in Greifswald. Knapp 50 Antifaschisten zogen durch das Stadtviertel Schönwalde II und verteilten tausende Flyer. Komplikationen gab es nur am Rande.
Vor knapp einer Woche wollte die NPD in einem Greifswalder Plattenviertel aufmarschieren, eine Kundgebung abhalten, zum „Volk“ sprechen. Tatsächlich versteckten sich entweder 30 Kameraden vor dem Regen unter den Bäumen oder sie versuchten die Überzahl an Gegendemonstranten zu ignorieren. Außenwirksamkeit: Null

Dagegen zogen heute knapp 50 Antifaschisten durch Schönwalde II und verteilten mehr als 2500 Flyer. Hunderte Aufkleber fanden ihren Weg aus den Taschen der vorwiegend jungen Leuten zu Laternenpfeilern, Stromhäuschen, Verkehrsschildern.
Die Resonanz war fast durchweg positiv. Kein Wunder, sorgen rechte Angriffe gerade in Greifswald in der letzten Zeit immer wieder für Aufsehen. Von 18:00 bis 19:00 Uhr dauerte der Stadtteilspaziergang und viele Anwohner – zunächst irritiert – reagierten positiv, als sie merkten, dass es gegen die NPD geht.
Lediglich zwei Unverbesserliche nervten kurz am Rand. Ein kurzes, aber bestimmtes Gespräch sorgte dann schließlich für die Umkehr. Eine Wiederholung von Szenen wie in Rostock-Toitenwinkel, als drei Neonazis meinten 70 Antifas anzugreifen, blieben dank der Einsicht der „Nationalen“ unnötig.


Bekamen einen antifaschistischen Platzverweis…

Tim Krugfelch, 2011