01. Mai 2005
Proteste gegen den Naziaufmarsch am 1. Mai in Neubrandenburg

Am 01. Mai demonstrierten 400 Neonazis in Neubrandenburg. Mehrere hundert Antifaschist/innen protestierten lautstark.
Die Aufregung war Thomas Bröcker anzumerken. Der NPD-Kreisvorsitzende von Neubrandenburg und Mecklenburg-Strelitz sprach unverständlich schnell, aber legte auch ein paar unfreiwillige Pausen ein, als er vor den anwesenden 400 Neonazis für den „nationalen Sozialismus“ warb. Aber auch der erfahrenere Stefan Köster, NPD-Landesvorsitzende von Mecklenburg-Vorpommern, und der Neonazi-Kader Lutz Giesen aus Greifswald zeigten auf der Abschlusskundgebung der Neonazi-Demo am 01. Mai in Neubrandenburg deutliche Schwächen in ihren Vortragskünsten.
Vielleicht verwirrte es sie, dass ihre Kameraden die vorgesehenen Pausen für den Applaus mit Langeweile statt Jubel ausfüllten. Es könnte allerdings auch an den Gegendemonstrant/innen gelegen haben, die lautstark und pausenlos die Neonazis störten. Mehr als 600 Antifaschist/innen dürften es gewesen sein, die sich – getrennt durch die Polizei – um die Rechtsradikalen verteilten.
Behindert von mehreren hundert Polizist/innen begleiteten sie die rechte Demo und störten mal mit mehr, mal mit weniger Erfolg die Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern, Brandenburg, Berlin und Schleswig-Holstein. Nach zwei Blockaden mußte ihre Demo kurz umgeleitet werden.
In ein paar Monaten oder einem Jahr werden die „Mecklenburgische Aktionsfront“ und das „Soziale und Nationale Bündnis Pommern“ wieder mit einer Demonstration nach Neubrandenburg kommen, wo sie sonst recht erfolglos mit ihren Aktivitäten sind. Aber vielleicht hat Thomas Bröcker bis dahin wenigstens an seinen Redekünsten gefeilt.

Vielen Dank an links-lang.de für den Bericht.