15. November 2004
Streetart an der Arbeitsagentur in Greifswald

Kopie eines Berichtes von de.indymedia.org
Im Rahmen der Proteste gegen Hartz 4 wurde am Wochenende das Greifswalder Arbeitsamt bemalt.
Außerdem wurde mit Bezug auf den Volkstrauertag das Bismarckdenkmal wiederholt besprüht und im Vorfeld einer Kranzniederlegung durch Burschenschaften wurde ein Transparent neben einem Gedenkstein aufgehängt.
In der Nacht vom 13. zum 14. November wurde das Arbeitsamt in Greifswald mit Parolen besprüht und mit grünen Farbeiern beworfen. Mit den Sprüchen „Alles für alle und zwar umsonst“ , „Für 1€ abraffen? Geld abschaffen!“ und „Leben statt Arbeit“ äußerten hier einige Leute ihren Unmut über Hartz 4 und machten den Anblick dieses langweiligen Gebäudes wesentlich angenehmer.

In der gleichen Nacht fanden in Greifswald noch zwei Aktionen statt, die sich anscheinend auf den Volkstrauertag bezogen. Im Juli wurde das Bismarckdenkmal schon mal zugunsten Carlo Giulianis umbenannt ( http://greifswald.antifa.de/berichte/carlo.htm ) und später bemalt(„Kein Denkmal für Mörder“). Es scheint so als würden die Sprayer solange weitermachen bis das Denkmal umbenannt oder beseitigt wird, denn jetzt steht schon wieder „Nationalisten bekämpfen“ dranne.
Da sich die Burschenschaften Rugia und Markomannia für den Volkstrauertag angekündigt hatten um einen Kranz niederzulegen wurde neben einem Gedenkstein für die „in den Weltkriegen gefallen Kommilitonen“ ein Transparent mit der Aufschrift „Wandelt Wut und Trauer in Widerstand – Nationalismus stoppen!“ aufgehangen. Die Burschen scheinen sich ziemlich geärgert zu haben, denn das Transpi wurde geklaut – genauso wie der schwarz-rot-goldene Kranz der Burschenschaft Markomannia.

REVANCHISTEN STOPPEN!

STREETART IS NOT A CRIME!