16. Oktober 2004
„Deutsche Täter_innen sind keine Opfer“

Am 16.10.2004 führte die NPD sowie einige Kameradschaften (u.a. die„Pommersche Aktionsfront“) einen Trauermarsch anlässlich des 60. Jahrestages des alliierten Bombenangriffs durch. Rund 170 Neonazis folgten dem Aufruf. Zur gleichen Zeit sammelten sich circa 70 GegendemonstrantInnen am Bahnhof, die sogleich ersten Repressalien ausgesetzt wurden, da die Staatsgewalt die angemeldete Kundgebung nicht anerkennen wollte. Nach langer Diskussion mit den Polizisten wurde eine spontane Demonstration zum Schill – Denkmal angemeldet. Aufgrund des großen Polizeiaufgebotes und der strategisch schlecht gewählten Route der Gegendemo, gelang es nur wenigen an den Naziaufmarsch ranzukommen. Auf der lautstarken Antifa-Demo wurden Flugblätter, die über die über die Thematik informierten, verteilt. Die Antifas wurden diversen Polizeischikanen ausgesetzt. So wurden zum Beispiel mehrere Personen kurzzeitig festgehalten, wegen angeblicher „Beamtenbeleidigung“, weiterhin wurde der Rucksack eines Aktivisten durchsucht. Zum Ende der Veranstaltung am Stralsunder Bahnhof kam es denn noch einmal zu einem ziemlich aggressiven Übergriff von Seiten der Polizei. Die DemonstrantInnen wurden geschubst, geschlagen und es wurde versucht die Transparente zu klauen.

Leider ist es nicht gelungen, den Naziaufmarsch zu stoppen oder zu stören. Doch heute ist nicht alle Tage, wir kommen wieder keine Frage ;)

Flugblatt zur Aktion