27. August 2006
“Keine Stimme den Nazis” Demo in Grevesmühlen

Flugblatt um Flugblatt wurde verteilt, in Briefkästen gesteckt oder ausgelegt. Mehr als 70 Leute demonstrierten am Sonnabend mit der Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ gegen den NPD-Landtagswahlkampf durch das mecklenburgische Grevesmühlen. Sie verteilten Infomaterial, aber machten auch auf Aktivitäten von Neonazis in der Region aufmerksam.
„Von Grevesmühlen aus betreibt der Neonazi Ingo Knauf seinen V7-Versand, der die rechte Szene mit Musik und Klamotten versorgt“, teilt Maria Hinrich, Pressesprecherin der Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ mit. „Es kommt zu Übergriffen auf nicht-rechte Jugendliche und ausländische Imbissbesitzer. Nun versucht die NPD, in der Stadt Stimmen zu gewinnen. Mit alledem unterscheidet sich die rechte Szene von Grevesmühlen wenig von anderen Städten Mecklenburg-Vorpommerns. Aber rechte Gewalt und das Vorhandensein von Nationalismus, Rassismus und Antisemitismus ist uns hier wie anderswo Grund genug, gegen diese menschenverachtenden Propaganda aktiv zu werden.“
Vor Beginn der Demonstration versuchte die Polizei, die Teilnehmer/innen dazu zu zwingen, nur den Bürgersteig zu benutzen. Durch die Unterstützung einer lokalen Politikern konnte dieses Problem jedoch gelöst werden. Danach kam es zu einzelnen Schikanen gegen Demonstranten, die wegen des Entfernens illegaler Neonazi-Aufkleber ihre Personalien abgeben mußten. Bis auf die erfolglosen Versuche einiger Rechtsradikaler, die Demonstration zu stören, verlief diese jedoch ohne Probleme. Mit Reden, Flugblättern und Transparenten konnten die Teilnehmer/innen die Einwohner/innen der Stadt auf die Kampagne „Keine Stimme den Nazis“ aufmerksam machen.

Ein Text der „Keine Stimme den Nazis“ Kampagne.