4. Mai 2007
Antifa-Openair in Stralsund

Freitag, der 04. Mai: Stralsund „Rock gegen Rechts“. Organisiert wurde das Openair von der oertlichen [solid]-Struktur und der Antifa. Hochkaraetige Bands wie „N.O.C.“, „Degresive“, „Feine Sahne Fischfilet“, „Crushing Caspars“ und „Zaunpfahl“ reisten an, um auch ihren Beitrag gegen Neofaschismus zu leisten.
Ab 17 Uhr fuellte sich die Mahnkesche Wiese in Stralsund mit vielen alternativen Jugendlichen, die nur daraufwarteten das es endlich losgehen konnte. Den Anfang machten dann auch die Stralsunder Lokalhelden „Degresive“. Im Anschluss gaben sich die „Fischfilets“ die Ehre. Nach einer feurigen Buehnenshow und einigen Einlagen gegen das „Faschistenpack“ spielte „N.O.C.“ auf, die jedoch auf Grund ihrer Liedtexte eher ein Daempfer im Programm waren. Spaeter am Abend heizten dann die lang erwarteten „Crushing Caspars“ den Anwesenden ordentlich ein. Der song „you are the reason for my provocation“ wird sicher den anwesenden cops nicht gefallen haben. Auch nicht, dass die Leuchtspur in Richtung „Gruen“ geflogen kam. Den Abschluss des Abendts bildeten die Band „Zaunpfahl“, die es trotz Absprache nicht lassen konnte ihr etwas merkwuerdig anmutendes Lied „Ob sie will oder nicht“ zu spielen.
Die ganzen Zeit ueber liessen sich so gut wie keine Nazis blicken und denen, die sich doch trauten, wurde relativ schnell klar, dass fuer sie an diesem Ort nichts zu holen war.
So verlief das Konzert sehr ruhig und entspannt. Die rechte Szene der Stadt musste einen gehoerigen Daempfer hinnehmen. So konnten sie ihre angekuendigten Stoerversuche auf Grund der hohen Zahl entschlossener Antifaschistinnen und Antifaschisten nicht in die Tat umsetzen. Dieser Abend hat uns und den Buergern der Stadt gezeigt, dass Stralsund noch lange nicht an die Naziszene abgeschrieben ist.
Ihre Hegemonie, welche sie sonst in der Frankenvorstadt geniessen, wurde an diesem Abend aufgehoben. Und so wird das Konzert nicht der letzte Widerstand gegen den braunen Sumpf in Stralsund gewesen sein. So sind weitere Veranstaltungen und Aktionen gegen die rechte Szene in der Stadt geplant.
Für die noch junge Stralsunder Antifa-Gruppe war das Konzert in hoechstem Masse wichtig und wird hoffentlich für einen weiteren personellen Zulauf gesorgt haben …

Für eine freie, solidarische und antifaschistische Gesellschaft!

Nazihomezone Stralsund auflösen!