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Antifa-Jugend-Wochenende in HGW

Anbei der Verweis auf das von der neugegründeten Gruppe „Defiant“ veranstaltete Antifa-Jugend-Wochenende:

AFAJugendWE

Die antifaschistische Gruppe „Defiant“ proudly presents das Erste „Antifa Jugend Wochenende“! Am Freitag, den 04. November geht es los. Zunächst mit einer Auftaktveranstaltung, in der euch ein Ausblick gegeben werden soll, was euch die nächsten Tage erwartet. Im Anschluss daran gehen wir dann gemeinsam zum gemütlichen Cocktailabend mit Filmvorführung über.
Nachdem ihr am nächsten Morgen hoffentlich ausgeschlafen über unser Frühstücksbuffet hergefallen seid, beginnen wir mit interessanten Vorträgen und Workshops. Hier könnt ihr euch dann unter anderem im Graffiti-Workshop ausprobieren und euch zeigen lassen, wie grauen Wänden Leben einhaucht wird. Wenn alle Veranstaltungen am Abend ihr Ende finden, wird nur noch kurz umgebaut, um danach ausgelassen zu den Beats lokaler Elektro-DJanes zu feiern. Auch am Sonntag habt ihr die Gelegenheit euch in Workshops auszuprobieren oder Vorträgen zu lauschen. Es lohnt sich also, kommt vorbei!

Weitere Infos findet ihr auf der Homepage der Gruppe: hier gehts dorthin

back again

Aufgrund rechtlicher Querelen war unser Blog kurzzeitig gesperrt. Nachdem diese ausgeräumt wurden, sind wir nun wieder online.

“It’s economy, stupid!” – Warum auch die NSG falsch liegt

via Kombinat Fortschritt

Was Marx schon wusste das blieb auch Bill Clinton nicht verborgen. Der ‘Nationalen Hochschulgruppe Greifswald’ scheint Ökonomie und Kapitalismus ungefähr so viel zu sagen, wie einem Blinden eine Diskussion über das Farbspektrum Erkenntnisse verschafft. Eigentlich wäre mit dem, Bill Clinton zu zuschreibenden, Zitat eine adäquate Replik auf den erneuten Versuch der NSG Hochschulgruppe, Position zu beziehen, formuliert. Dennoch lohnt sich ein Blick auf dieses Schmankerl vermeintlicher Kapitalismuskritik von rechts, denn neben einem Einblick in die Innenwelt neonazistischer “Alltagskultur” der “Freien Kamerad_innen” in MV (die in Wahlkampfzeiten wohl primär in Pappenhängen und Schlafmangel zu bestehen scheint) wartet die NSG auch mit einigen Kunststückchen geistiger Tieffliegerei auf.
(Hier geht es weiter im Text)

Schlagkräftiger Hausverweis

via indymedia

Hausverbot für Antifas‘ prophezeite das rechte Portal „MuPInfo“ im Vorfeld einer Musikveranstaltung im Greifswalder Jugendzentrum Klex, welches in der Vergangenheit immer wieder in die Kritik geraten war. Der Vorwurf: Im ehemals linksradikalen Zentrum würden immer häufiger so genannte „unpolitische“, bishin zu eindeutig rechten Bands spielen. Kritik entzündete sich auch an der besagten Veranstaltung an diesem Wochenende. Aufgrund der Querelen schwadronierte das NPD-nahe Portal schon fast von nationalen Zonen im alternativen Greifswald. Und dennoch kam es dann irgendwie ganz anders…

Am Freitag Abend fand im Klex der Auftakt des „BalticSeaStore – Indoor Fest“ – ein Hardcore-Festival – statt. Bereits in der Nacht von Mittwoch auf Donnerstag wurden an die Fassade des Hauses und an Häuserwände in der Umgebung neonazistische Parolen geschmiert. Inhalt der Sprühereien waren bespielsweise „NS lebt“ oder „NSHC“ (National Socialist Hardcore). Am Folgetag ließ ein Neonazi im Internet verlauten, dass das Klex für sie keine Bedrohung darstelle, sie agieren lediglich gegen die Unterwanderung des Jugendzentrums von „antideutschen Kreaturen“. Außerdem fänden sie das „BalticSeaStore – Indoor Fest“ nach eigenem Bekunden „klasse“, unterschrieben wurde der Kommentar mit dem Kürzel „ANG“ (Autonome Nationalisten Greifswald). Tatsächlich tummelten sich auf dem Hardcore-Fest bereits im letzten Jahr zahlreiche bekannte Neonazis. Das die Veranstaltung einen Anreiz für sie bietet kommt jedoch nicht von ungefähr; durch Teile des Veranstaltungskreises wird seit geraumer Zeit gegen eine angebliche Unterwanderung der vermeintlich unpolitischen Hardcore-Szene durch Linke gewettert und eine „Unity“ beschworen, die statt der Abgrenzung gegenüber menschenverachtenden Einstellungen den vorbehaltslosen Eintritt für die „Hardcorefamily“ propagiert, egal wer zu dieser so gehört. Ganz der Extremismustheorie folgend werden die angeblichen politischen Extreme „Links“ und „Rechts“ gleichgesetzt und unter der Formel des unpolitischen unterschiedslos als „Bullshit“ bezeichnet. In Ermangelung von Subkulturen abseits der in die Jahre gekommenen und an Attraktivitätsverlust leidenden Sauf- und Rechtsrockszene, versuchen die Neonazis da Fuß zu fassen, wo man es vermeidet sich klar gegen ihre menschenverachtende Ideologie zu positionieren und ihnen stattdessen Anknüpfungspunkte bietet. An die Hardcoreszene mit ihrem klischeebeladenen Rollenbildern und der Verherrlichung von Kampf und Körper fällt den Neonazis das Anknüpfen leicht. So erklärt sich auch, dass sich die im Vorfeld des Hardcore-Festivals laut gewordene Vermutungen, dass unter den Konzertbesucher_Innen nicht nur unpolitische Hardcore-Fans sein könnten, bewahrheitete. Am Freitagabend fanden sich neben den Greifswalder Neonazis Marcus G. und Nicole Breitsprecher auch der rechte Kampfsportler Siegfried Hille aus Rostock und Reik Pudszuhn aus Teterow ein. Ganz selbstverständlich besuchten sie einige Acts und hielten sich auf dem Hof des Jugendzentrums auf. Um so länger waren dann aber ihre Gesichter, als sie sich unfreiwillg vor der Tür des Jugenzentrums wiederfanden. Nachdem der Veranstalter auf die rechten Gäste hingewiesen wurde, schmiss er sie kurzer Hand raus. Siegfried Hille musste die Veranstaltung als erster verlassen. Einige Hardcorefans jedoch wollten sich mit dem bloßen Rausschmiss nicht begnügen. Nach ein paar Schellen, bei denen der Kickboxer Hille die Deckung sträflich vernachlässigte, nahm er die Beine in die Hand und ergriff die Flucht. Kurz nach seinem wenig tapferen Abgang folgten auch seine Kameraden, die sich jedoch flugs in ein eilig vorgefahrenes Fahrzeug flüchteten, um dem Zorn der Hardcorefreund_Innen zu entgehen.
Die deutliche Reaktion des Veranstalters, die Neonazis diskussionslos vom Festival zu verweisen, ist als positives Zeichen zu werten. Offensichtlich ist mittlerweile die Einsicht gewachsen, dass Neonazis eben doch nicht zur „Family“ gehören. Von einem angeblichen „Hausverbot für die Antifa“ war im Juz Klex am Freitag nichts zu spüren. Die Einzigen, die das Festival wegen ihrer politischen Einstellung verlassen mussten, waren die Kameraden der „MuPInfo“-Redaktion und so bleibt das Jugendzentrum auch in Zukunft von „antideutschen Kreaturen“ unterwandert.

Siggi

Siegfried Hille als Kampfsportler

Teterow

Hille grinsend zweite Reihe links, bei Neonazi-Demonstration(05.03.2011 Teterow)

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Reik Pudszuhn auf der NDP-Demonstration am 01.05.2010 in Rostock

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Siegfried Hille und Hannes Welchar bei einer NPD – Demonstration am 24.10.2009 in Stralsund.

Ravende Nazis

Obwohl die Meinungen über Hardbass-Videos osteuropäischer Nazis in deutschsprachigen Neonaziforen durchaus geteilt sind, scheint die Idee zu stumpfer Musik, die eigene körperliche Unbeweglichkeit und Steifheit vorzuführen auch auf die Greifswalder Kameraden einen gewissen Reiz auszuüben. Generell ist es natürlich in der konsumistischen Autonomen Nationalisten Subkultur so, dass jeder Blödsinn sofort via Youtube ins Internet gestellt wird, um dann von anderen vereinzelten Möchtegern-Autonomen nachgemacht zu werden. Das war mit den revolutionären Papierschnipseln so, dass ist bei den 15 Personen-Spontandemos von Nazis so und nun eben auch mit Hardbass. Anlässlich der Wahl haben einige Nazis vor dem Ikuwo rumgedallert und dazu einen Artikel für MUPinfo geschrieben. (Hier der Rest des Textes)

NSG und die Sache mit der Logik

Seit mehr als einem Monat sind die Neonazis in Mecklenburg Vorpommern damit beschäftigt ihre Gefolgschaft für den Wahlkampf der NPD zu mobilisieren. Zu schaffen machen ihnen dabei die eigenen knappen Kassen, niedrige Umfragewerte und immer wieder Gerichtsverfahren gegen Funktionäre der NPD. Doch auch die antifaschistische Kampagne „Wake Up – Stand Up“ versucht alles, um die Nazis möglichst effektiv zu bekämpfen. Es wurde überall im Lande demonstriert, geflyert und rechte Propaganda entsorgt. Nun wollen einige Neonazis aus Greifswald sogar die Materialien der Antifa-Kampagne entlarven.[ link zum Rest des Tetxtes ]

Erneuter Stadtspaziergang

Nachdem die NPD ihren Wahlkampf in Greifswald weiter vorantreibt, so z.B. am vergangenen Mittwoch mit Infoständen auf dem Fischmarkt und in Schönwalde und mit unzähligen an Laternen aufgehängten Plakaten, muss man auch antifaschistische Gegenaktionen nicht vergeblich suchen.

Am heutigen Mittwoch, den 17.08.2011, machten sich 35 Antifaschist_innen auf den Weg zu einem weiteren Stadtspaziergang in Greifswald. Diesmal ging es nach Schönwalde I. Die Route führte die Gruppe über die Anklamer Straße, die Einsteinstraße, den Dubnerring sowie viele weitere Straßen.
Es wurden mehrere tausend Flyer verteilt und unzählige Sticker geklebt. Auch Nazipropaganda wurde fachgerecht entsorgt.
Von vorbeikommenden Passant_innen wurde der Gruppe mehrfach Anerkennung ob ihrer Tätigkeit gezollt.

Der NPD wird im Wahlkampf weiterhin kein ruhiger Raum gelassen – weder in Greifswald noch sonst irgendwo in M-V.
NPD-Wahlkampf sabotieren!


Veranstaltungshinweis

Am 11.8.2011 findet um 20 Uhr eine äußerst interessante Veranstaltung im IKuWo statt. Hinkommen!

Info- und Mobilisierungsveranstaltun​g zum Al Quds-Tag und den Gegenprotesten
noalquds

Am 27. August 2011 wollen Islamist_innen in Berlin zum so genannten Al Quds-Tag als Kampftag des politischen Islam auf die Straße gehen. Seit dem Aufruf des iranischen Revolutionsführers Ayatollah Chomeini vom 8. August 1979 demonstrieren Islamist_innen jedes Jahr zu diesem Anlass für eine Welt ohne Israel und die Eroberung Jerusalems. In dieser Tradition verbreitet das iranische Mullah-Regime seit Jahren offen antisemitische Propaganda, leugnet den Holocaust und schürt Hass gegen den „dekadenten Westen“. Gleichzeitig unterstützt das Mullahregime durch Geld- und Waffenlieferungen den Kampf islamistischer Terrororganisationen und arbeitet an seiner atomaren Bewaffnung, die angesichts der regelmäßig ausgesprochenen Vernichtungsdrohungen eine existenzielle Bedrohung für Israel darstellt.

Bei dem Vortrag werden Referent_innen des antifaschistischen Berliner Bündnis gegen den Al Quds-Tag auf die geschichtliche und inhaltlichen Einordnung der Bedeutung des Tages sowie auf die diesjährige Planungen gegen den Al Quds-Marsch eingehen.

http://noalquds.blogsport.​de/


und hier nochmal als Facebook-Event

Antifaschistische Wahlkampf-Woche

Die zunnehmende (Wahlkamp-)Aktivität der NPD in Greifswald bleibt nicht unbeantwortet. Seid Mittwoch letzter Woche vergeht kaum ein Tag ohne antifaschistische (Gegen-)Aktionen.

Am letzten Mittwoch waren es 50 Antifaschist_innen, die durch Schönwalde II zogen, um dort Flyer der Kampagne „Wake up, stand up! Keine Stimme den Nazis in MV“ zu verteilen und Sticker anzubringen. Am Donnerstag folgte die Fleischervorstadt, um am Freitag dann die Fettenvorstadt, die Stadtrandsiedlung und alles auf dem Weg „abzuarbeiten“. Am heutigen Montag wurden an mehreren Stellen Transparente angebracht, die den vorbeifahrenden Autofahrer_innen die Wahl und die Tatsache, dass die NPD abgewählt gehört, in Erinnerung riefen. Nachmittags wurde dann der inzwischen fast schon traditionelle antifaschistische Stadtspaziergang absolviert. Diesmal ging es durch die Innenstadt.

Einen Monat vor der Wahl ist klar: Der antifaschistische Widerstand gegen die NPD, ihre Ideologie und ihren Wahlkampf in Greifswald ist aktiv.
Wir tolerieren keine menschenverachtenden Ideologien und bekämpfen deren Verbreitung.

Kommt am Mittwoch, den 10.08.2011, zum NPD-Infostand am Fischmarkt und lasst uns dort zeigen, dass wir nichts von ihnen und ihren „Alternativen“ halten.

(klicken um zu vergrößern)




Stadtspaziergang in Schönwalde II

via Indymedia

Was in Rostock und Neubrandenburg geht, klappt auch in Greifswald. Knapp 50 Antifaschisten zogen durch das Stadtviertel Schönwalde II und verteilten tausende Flyer. Komplikationen gab es nur am Rande.
Vor knapp einer Woche wollte die NPD in einem Greifswalder Plattenviertel aufmarschieren, eine Kundgebung abhalten, zum „Volk“ sprechen. Tatsächlich versteckten sich entweder 30 Kameraden vor dem Regen unter den Bäumen oder sie versuchten die Überzahl an Gegendemonstranten zu ignorieren. Außenwirksamkeit: Null

Dagegen zogen heute knapp 50 Antifaschisten durch Schönwalde II und verteilten mehr als 2500 Flyer. Hunderte Aufkleber fanden ihren Weg aus den Taschen der vorwiegend jungen Leuten zu Laternenpfeilern, Stromhäuschen, Verkehrsschildern.
Die Resonanz war fast durchweg positiv. Kein Wunder, sorgen rechte Angriffe gerade in Greifswald in der letzten Zeit immer wieder für Aufsehen. Von 18:00 bis 19:00 Uhr dauerte der Stadtteilspaziergang und viele Anwohner – zunächst irritiert – reagierten positiv, als sie merkten, dass es gegen die NPD geht.
Lediglich zwei Unverbesserliche nervten kurz am Rand. Ein kurzes, aber bestimmtes Gespräch sorgte dann schließlich für die Umkehr. Eine Wiederholung von Szenen wie in Rostock-Toitenwinkel, als drei Neonazis meinten 70 Antifas anzugreifen, blieben dank der Einsicht der „Nationalen“ unnötig.


Bekamen einen antifaschistischen Platzverweis…

Tim Krugfelch, 2011