9./10. Februar 2008
Das Auto des CDU- Politikers Axel Hochschild wird mit einem Hakenkreuz beschmiert.

21. – 27. Februar 2008
Anlässlich des Todestages des SA-Mannes Horst Wessel kommt es zu verschiedenen Propagandaaktionen in Greifswald. Im gesamten Stadtgebiet werden eigens für Mecklenburg-Vorpommern produzierte SNBP Sticker verklebt, auf denen der Grabstein von Horst Wessel und der Spruch „Erschossen von linker Mörderhand“ zu lesen ist. Weiterhin tauchen in den Plattenbaugebieten circa 30 Sprühschablonen mit dem Konterfei des Nationalsozialisten auf. Außerdem werden am Bahnhof und in der Innenstadt weitere Schmierereien wie „Unterstützt Anti-Antifa“, „Jugend Nation Rebellion“ und „Frei Sozial National“ entdeckt. Aufgrund der zeitlichen und räumlichen Nähe ist davon auszugehen, dass letztere Schmierereien im Zusammenhang mit den Propagandaaktionen zu Horst Wessel stehen.

1./2. März 2008
In der Nacht vom ersten auf den zweiten März tauchen im Ostseeviertel mehrere Nazischmierereien auf. Neben großflächigen Hakenkreuzen wird auch die Parole „Nationaler Sozialismus sofort“ an ein Trafohäuschen gesprüht. Auf Anfrage der Antifaschistischen Aktion Greifswald an die WGG und WVG werden die Schmierereien am Tag darauf entfernt.

15. März 2008
Die Greifswalder Neonazis Tom Stein, Kasch und John Voss tauchen im alternativen Jugendzentrum Klex zur „Night of the Apokalypse“ Party auf. Nachdem Tom Stein eine Frau sexuell belästigt , wird er rausgeschmissen – durch die Türsteher des Klex jedoch wieder herein gebeten.

28. März 2008
In der Nacht vom 28. auf den 29. März wird eine öffentliche Toilette an der Mensa mit dem Spruch „Frei Sozial National“ beschmiert. Auch auf dem Gehweg und an der Mensa finden sich neonazistische Parolen.

1. April 2008
8-10 vermummte Neonazis darunter auch der HDJ-Kader Ragnar Dam führen anlässlich des Geburtstages von Otto Bismarck an der Greifswalder Bismarcksäule eine unangemeldete Kundgebung durch. Dabei stellen sie Kerzen auf, legen Blumen nieder und halten ein Transparent mit der Aufschrift: „Ehre unseren Ahnen“. Nachdem die Polizei die Personalien der Neonazis aufnimmt, lösen diese ihre Kundgebung gegen 19.30 Uhr auf, verbleiben jedoch hinter der Bismarcksäule und im gegenüberliegenden Volksstadion.

5.-12. April 2008
Nazis verteilen die neonazistische Postille „Greifswalder Bote“ in verschiedenen Stadtteilen Greifswalds.

13. April 2008
Nazis beschmieren einen Bauzahn am Klinikum mit neonazistischen Parolen wie „Nationaler Sozialismus jetzt“ und Hakenkreuzen, auch der Studierendenclub Kiste wird besprüht. Hier finden sich neben Hakenkreuzen auch Sprüche wie „Juden raus“.

14. April 2008
Nachdem ein couragierter Student Greifswalder Neonazis beim Abkratzen antifaschistischer Aufkleber beobachtet und sie daraufhin anspricht, wird er von ihnen tätlich angegriffen. Die Nazis trugen ein Butterflymesser bei sich.

23.-24. April 2008
In der Nacht vom 23. auf den 24. April wird das Rathaus mit einem Hakenkreuz und dem Schriftzug „Verräter, König köpfen“ beschmiert. Am Morgen des 24. wird das Rathaus gereinigt.

29./30. April 2008
In der Nacht vom 29. auf den 30. April beschmieren Neonazis das Greifswalder Arbeitsamt mit Hakenkreuzen und neonazistischen Parolen wie „Arbeit macht frei“, „Nationaler Sozialismus schafft Arbeit“ und „Arbeit – Freiheit – Brot“. Die Schmierereien werden noch in derselben Nacht durch den Wachschutz entdeckt und am nächsten Morgen gereinigt.

1. Mai 2008
Am Herrentag werden drei alternative gekleidete Jugendliche auf dem Wall als „Scheiß Zecken“ beschimpft. Anschließend werden sie von circa 10 Personen bis zur Europakreuzung gejagt. Am selben Tag liefen einige Personen mit Reichskriegsflagge rechtsextreme Parolen grölend vom Bahnhof in Richtung Innenstadt.

8. Mai 2008
In der Nacht zum 8. Mai werden antifaschistische Graffitis durch neonazistische Parolen überschmiert. Dabei übersprühten die Neonazis den antifaschistischen Slogan „29. April 1945: Greifswald wurde befreit! Nie wieder Faschismus!“ mit Hakenkreuzen und „Greifswald wurde besetzt. Ja, wieder Faschismus!“

16. Mai 2008
Am 16. Mai werden am Rewe in der Grimmer Straße Sprühschablonen mit der Aufschrift „Israel- du Opfer“ und einer Wolfsangel entdeckt. Weitere neonazistische Schablonensprühereien mit dem NS Slogan „Arbeit macht frei“ tauchen in Schönwalde auf.

23. Mai 2008
In der Makarenkostraße sprühen Neonazis ein Hakenkreuz und Sprühschablonen mit dem Spruch „Globalisierung ist Völkermord“. Zudem werden zeitgleich Hammer und Sicher tags übermalt.

28. Mai 2008
In der Nacht vom 27. auf den 28. Mai sind erneut neonazistische Schmierereien in Greifswald aufgetaucht. So fand sich auf dem Boden vor dem Eingang der Mensa der Spruch „Scheiss Antifa! Wir bleiben!“, sowie ein Hakenkreuz. Am Seiteneingang konnte man „Boycott Rostock“ und ein Hakenkreuz sehen. Hintergrund der Schmierereien ist der Auftritt der Band Jennifer Rostock im Rahmen der „Aktionswoche gegen rechts“ der Sparkasse.
Des Weiteren wurde die Unibibliothek und der Gehweg davor mit neonazistischen Parolen wie „Deutschland erwache!“, „NS-Bildung für alle“, „Scheiss Antifa“ und „Nationaler Sozialismus sofort!“ besprüht. Auch hier fanden sich zwei Hakenkreuze. Alle Schmierereien wurden im Laufe des 28.Mai entfernt.

27. Juni 2008

Am 27. Juni zogen 15 Neonazis durch die Greifswalder Innenstadt. Sie skandierten dabei Parolen wie „Nationaler Sozialismus jetzt“ oder „Arbeit, Freiheit, Recht und Brot – Nationaler Sozialismus bis zum Tod“ und trugen Transparente der Mecklenburgischen Aktionsfront und des SNBP’s. Auf einem weiteren Transpi war „Nie wieder Krieg! Nie wieder Faschismus“ zu lesen Dieses war ursprünglich zum Tag der Befreiung in der Innenstadt von Antifaschist_innen angebracht worden.
Die Neonazis warfen Papierschnipsel und verteilten Flugblätter, die sich u.a. gegen die alternativen Jugendzentren Klex, Ikuwo und Pariser richteten.
Die Polizei stellte die Personalien, der zum Teil aus Rostock angereisten Teilnehmer_innen, fest und löste die Versammlung auf. Flugblätter und Schnipsel wurden umgehend von Antifaschist_innen eingesammelt und entsorgt.

6. August 2008
Die NPD-Landtagsfraktion meldet zwei Infostände an (am Thälmannring und auf dem Markt), die jedoch nicht aufgebaut werden. Stattdessen verteilen einige Neonazis auf dem Markt kurzzeitig die NPD Landtagsfraktionszeitung “Der Ordnungsruf“.

15. August 2008
Wie die Ostsee-Zeitung berichtet, bemalten Unbekannte auf dem Parkplatz der Gartensparte „Am Ahornweg“ eine Autofensterscheibe mit einem Hakenkreuz.

6. September 2008
An der Europakreuzung und auf dem Rubenowplatz werden mehrere Holzschilder mit der Aufschrift „Pommern 1,5 Millionen Vertriebene“, „Ostpreußen 2,2 Millionen Vertriebene“ und „Schlesien 5,6 Millionen Vertriebene“ angebracht. Die Koordinatorin des Präventionsrates erstattet Anzeige gegen Unbekannt.

17. September 2008
In der Nacht zum 17. September beschmieren Neonazis in der Grimmer Straße, Loitzer Straße und Soldmannstraße mehrere Gebäude und Flächen mit Hakenkreuzen und rechten Parolen wie „Heil Hitler“, „Anti-Antifa ist überall“ und „Smash Antifa“. Zudem tauchen in dem Bereich auch Schablonensprühereien mit dem Slogan „Nationaler Sozialismus jetzt“ auf.

22.September 2008
An der Bahnhofsunterführung am Südbahnhof tauchen mehrere rechte Schmierereien auf. Neben Sprüchen wie „Antifa raus“, „HDJ!“ und „Deutschland den Deutschen“ findet sich dort auch eine 4m lange Sprüherei „Antifa ist scheiße“ mit einem 1×1 m großen Hakenkreuz.

22./23. September 2008
In der Nacht vom 22. zum 23. September wird das Ostseeviertel erneut durch Nazischmierereien verunstaltet. So werden an einem Durchgang von der BFT-Tankstelle zum Ostseeviertel Parolen wie „Wir wollen kein 2. Kreuzberg“, „Ausländer raus“, sowie durchgestrichene Davidssterne und riesige Hakenkreuze angebracht. Ein ca. 2 Meter hohes Hakenkreuz befand sich auch an dem Supermarkt im Ostseeviertel. Daneben prangte der Spruch „Arbeit für alle!“. Die Schmierereien wurden innerhalb kürzester Zeit von der Stadt entfernt.

2./3. November 2008
Neonazis beschmieren im Ostseeviertel den Sky Markt und Woolworth neben einen Hakenkreuz auch mit Parolen wie „Nationaler Sozialismus jetzt“ und „Stoppt Israel“.