10. Februar 2010
In der Nacht vom 10. auf den 11. Februar besprühen Unbekannte ein Toilettenhäuschen an der Mensa, ein Bauschild an der Europakreuzung und eine Garage am Hansering mit rechten Parolen. Damit nehmen sie Bezug auf den größten anstehenden Neonaziaufmarsch Europas in Dresden. Außerdem sprühen die TäterInnen noch drei Hakenkreuze an die Fassade des Internationalen Kultur- und Wohnprojekts in der Goethestraße.

27. März 2010
Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ beteiligen sich an einem neonazistischen Aufmarsch in Neuruppin.

02. Apil 2010
Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ posieren im Rahmen einer bundesweiten Propagandaaktion mit einem Transparent und einer schwarzen Fahne in Wieck und vor dem Greifswalder Rathaus.

Woche vor dem 08. April 2010
Angeblich wird der „Ordnungsruf“ – ein Propagandablatt der NPD-Fraktion MV – an Greifswalder Haushalte verteilt.

2. Hälfte d. April 2010
Fast täglich tauchen Neonazisprühereien mit Bezug auf den 1. Mai im Greifswalder Stadtgebiet auf. Unteranderem sprühen Neonazis die Parole „1. Mai seit ´33 arbeitsfrei!“ in der Nähe der Greifswalder Wallanlagen. Weitere Sprühereien beinhalten u.a. Werbung für ein neonazistische Internetportal.
Des Weiteren werden im Ostseeviertel, sowie in Schönwalde I & II Plakate geklebt, die ebenfalls Bezug auf eine Neonaziveranstaltung am 1. Mai nehmen. In diesem Zusammenhang tauchen fast im gesamten Stadtgebiet Aufkleber auf.
Darüber hinaus werden selbstgemalte Aufkleber verklebt, die eine Greifswalder Neonaziwebsite bewerben.

01. Mai 2010
Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ beteiligen sich an einem Neonaziaufmarsch in Rostock. Weitere Personen der Gruppe nehmen an einer ähnlichen Veranstaltung in Berlin teil.

erste Maiwoche 2010
Neonazis verteilen das neonazistische Propagandablatt „Greifswalder Bote“ im Stadtgebiet.

08. Mai 2010
Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ beteiligen sich an einem geschichtsrevisionistischen Aufmarsch in Demmin. Zuvor tauchen in den Vierteln Schönwalde I & II anlassbezogene Aufkleber auf.

09. Mai 2010
Greifswalder Neonazis veröffentlichen auf ihrer Internetseite Foto und angeblichen Namen eines Menschen, den sie als Antifaschisten ausgemacht haben wollen. Über ihren twitter-account posten die Neonazis Drohungen und offerieren ihre Liebe zu Adolf Hitler.

13. Mai 2010
3 Männer betreten das Ikuwo, einer trägt eine Thor Steinar Gürteltasche. Angesprochen auf die Gürteltasche provozieren zwei der drei Personen. Alle drei werden des Hauses verwiesen. Vor der Tür eskaliert die Situation beinahe, einer der drei droht mit körperlicher Gewalt. Bei der Abfahrt zeigt einer der Provokateure den Hitlergruß.
Wenige Minuten später passiert ein Pärchen das Ikuwo, der angetrunkene Mann bepöbelt eine Gruppe Besucher_innen, zeigt den Hitlergruß und droht mit körperlicher Gewalt.

24. Mai 2010
Einem nicht-rechten Jugendlichen, der mit dem Fahrad die Pappelallee entlangfährt, wird auf Höhe des Nebeneingans des Volksstadions der Weg von 3 jungen Neonazis versperrt. Sie haben ebenfalls Fahrräder dabei. Als der Jugendliche versucht an ihnen vorbeizufahren, wird er von einem der Neonazis mit einer Handykamera abgefilmt.

30. Mai 2010
Mehrere angetrunkene Männer begehren am frühen Morgen Einlass auf einer, im Rahmen des „Greifswalder International Studentsfestival“ organisierten, Party. Wegen mitgeführten Aufklebern mit neonazistischen Inhalt wird ihnen der Einlass verwehrt. Einer der Männer zeigt daraufhin den Hitlergruß.

01. Juni 2010
Ein Teilnehmer des „Greifswald International Studentsfestival“ wird am Hafen aus einer Personengruppe heraus rassistisch beleidigt, seine Begleiterin als „Fotze“ tituliert.

03. Juni 2010
Die NPD führt mit ihrem Propagandamobil einen kurzen Infostand auf dem Greifswalder Markt durch, die Aktion dauert ca. 20 Minuten. Weitere Haltepunkte des umgebauten Fischverkaufswagens sind Einkaufszentren in Schönwalde I, II und am Stadtrand. Angeblich verteilen die Neonazis NPD Material bezüglich der Kreisgebietsreform. Neben dem Wolgaster NPD-Kader Enrico Harmisch und mehreren Kameradschaftlern aus Ostvorpommern sind auch Neonazis der Greifswalder Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ anwesend.

05/06. Juni 2010
Während einer Veranstaltung im Rahmen des „Greifswald
International Studentsfestival“ im Strandbad Eldena provozieren mehrfach verschiedene Personen mit rassistischen Äußerungen und zeigen den Hitlergruß vor dem Festivalgelände.

31. Juli 2010
Bei einem Neonazi-Aufmarsch in Anklam treten die sogenannten „Nationale Sozialisten Greifswald“ mit einem eigenen Transparent auf.

04. August 2010
In der Nacht vom zum 5. August schreiben Unbekannte rechte Parolen, unter anderem „Nationaler Sozialismus Jetzt!“ an die Rubenowbrücke und „Good Night Left Side“ an einen Mülleimerkomplex an der Mensa. Auch ergänzen sie mehrere bereits existierende Tags von „Race“ zu „Racewar“.

10. August 2010
Auch an eine Hauswand in einer Gasse, die die Lange Reihe und die Bleichstraße verbindet, schreiben Unbekannte rechte Parolen, wie etwa „Ausländer raus!“„Nationaler Sozialismus!“, „NSDAP“ oder „Frei Sozial National“ und kleben Sticker mit rechten propagandistischen Inhalten.

25. September 2010
Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ nehmen an einem rechten Aufmarsch in Schwerin teil.
Des Weiteren wirken Greifswalder Neonazis als Ordner an dem Aufmarsch mit.

03./04. Oktober
In der Nacht zu Montag sprühen Unbekannte „Komm in die Bewegung, Ersti!“ und den Namen der Internetseite der sogenannten „Nationalen Sozialisten Greifswald“ auf die Treppen am Eingang der Mensa am Schießwall. Auch gegenüber des AStA in der Domstraße wirbt eine Sprüherei für die Seite. An eine Hauswand in der Gasse, die die Lange Reihe und die Bleichstraße verbindet, werden ebenfalls Parolen neonazistischen Inhalts gesprüht.

13./14. Oktober
In der Nacht zu Donnerstag werden erneut die Treppen an der Mensa zum Schießwall besprüht. Zu lesen ist dort „Zur Bewegung, Ersti!“, „Freiheit statt BRD“ und der Name der Internetseite der sogenannten „Nationalen Sozialisten Greifswald“. An einer Wand des Toilettenhäuschens gegenüber der Mensa steht „NS Hochschulgruppe Greifswald“.

7./8. November 2010
In der Nacht vom 7. auf den 8. November schmieren Neonazis die Parolen „HOMOSEXUELL = VOLKSTOD“ und „GENDERMAINSTREAM IST KRANK!“ auf den Bürgersteig vor der Audimax in der Rubenowstraße. Signiert sind die Schmierereien mit dem Kürzel „ANG“. Am 8. November beginnt die „Antihomophobie- und Antisexismuswoche“ des Asta Greifswald.

10. November 2010
Neonazis planen Infostände in Schönwalde II, sowie in der Innenstadt. Trotz Genehmigungen bauen sie ihre Stände nicht auf. Mehrere Stunden lang fahren sie mit einem umgebauten Fischverkaufswagen durch die Stadt. Die Polizei verhindert spontane, unangemeldete Informationsstände der Neonazis. Zahlreiche Gegner_innen sammeln sich im Laufe des Tages immer wieder an den angemeldeten Punkten.

14. November 2010
Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ legen in den Abendstunden des sogenannten Volkstrauertages einen Kranz an der Gedenkstätte für die gefallenen deutschen Soldaten des ersten und zweiten Weltkrieges auf dem neuen Friedhof nieder.

25. November 2010
In den Morgenstunden legen Neonazis der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ einen Kranz am Gedenkstein des im Jahre 2000 von Neonazis ermordeten obdachlosen Eckard Rütz nieder.

27. November 2010
Vermummte Neonazis provozieren am Rande einer Gedenkdemonstration für Eckard Rütz und andere Betroffene rechter Gewalt. Darüber hinaus fotografiert eine Neonaziaktivistin Demonstrationsteilnehmer_innen. Wenige Tage später wird eines der Fotos auf der Homepage der „Nationalen Sozialisten Greifswald“ veröffentlicht.

6. Dezember 2010
Neonazis verteilen Bonbons und Propagandamaterial der NPD an Besucher_innen und Kinder auf dem Greifswalder Weihnachtsmarkt. Einer der Verteilenden ist dabei als Weihnachtsmann verkleidet.

11. Dezember 2010
Mehrere Mitglieder der Gruppe „Nationale Sozialisten Greifswald“ nehmen gemeinsam mit weiteren Neonazis aus Mecklenburg-Vorpommern und anderen Bundesländern an einem rechten Aufmarsch im Schwedischen Salem teil.

22.-25. Dezember 2010
Mehrfach tauchen neonazistische Sprühereien im Greifswalder Innenstadtbereich auf. U.a. sprühen Unbekannte die Parole „Antifas abschlachten“, sowie das Kürzel „NSG“ („Nationale Sozialisten Greifswald“) im Bereich der Stralsunder Straße. Im Bereich des Museumshafens finden sich weitere Sprüherein wie „Hitler“, die verbotene Parole „SA vorran“ und ein Hakenkreuz. Auch an einen Dönerimbiss in der Fleischerstraße wird ein Hakenkreuz gesprüht. In der Anklamer Straße wird die Homepage der „Nationalen Sozialisten Greifswald“, „greifswald-info“ beworben, sowie ein „Antifa ist schwul“ gesprüht. Mit Ausnahme der letztgenannten kennzeichnet alle Sprühereien dieselbe Farbe.