Tu wat… für eine umweltbewusste Lebensweise!
Kill Capitalism before it kills our planet!

In jeder Woche trifft jede und jeder von uns zahlreiche Entscheidungen: Zu H&M oder Esprit, lieber Coca-Cola oder doch Pepsi, eine Packung Salami oder doch Schnittkäse. Die Frage, was wir kaufen, beantworten wir uns meistens mit einem Blick auf Kriterien, die wir aus unserem Leben ableiten, Preis, Geschmack, Funktionalität – und zweifelsohne spielt auch die Fähigkeit der oder des Werbenden eine Rolle.
Jenseits dieser mehr oder minder offensichtlichen Kriterien unterscheidet die Produkte, die uns feilgeboten werden, noch etwas: Die Bedingungen ihrer Produktion, das heißt, die Auswirkungen, die es auf die Welt hat, das eben jene Flasche Cola oder jene Packung Salami es bis zu uns geschafft hat.
Die Entscheidung zum Kauf, oder eben zum Nichtkauf, bietet also jeder und jedem einen Einfluss auf und fordert Verantwortung für die Folgen, die der Herstellungsprozess auf Menschen, Umwelt und Klima hat. Zwar ist es ohne grundlegende Änderung der Struktur der weltweiten Wirtschaft unmöglich, durch bewussten Konsum zu verhindern, dass das Ökosystem der Erde Stück für Stück unwiederbringlich zerstört wird. Einen Einfluss auf diesen Prozess hat jedoch jeder Kauf.
Beispiel Fleisch und Regenwald. Der größte einzelne Grund für die Brandrohdung des Regenwaldes ist das Schaffen von Anbauflächen für Soja. Diese gigantische Nachfrage nach Soja entsteht durch die Nachfrage als Futtermittel für die Milch- und Fleischwirtschaft. 90% der Weltsojaproduktion landen in den Mägen von Rindern, Schweinen usw. und damit auf unserem Tisch. Und da für einen Kilogramm Fleisch je nach Tierart sieben bis sechzehn Kilogramm Getreide oder Soja verfüttert werden, bedarf es derart viel Soja. Somit ist zwar jeder einzelne Wurstpackungskauf nur zu einem unfassbar kleinem Teil Antrieb der rasenden Umweltzerstörung auf diesem Planeten, der Motor aber, ist die vorherrschende Ernährungsweise in den Industriestaaten.
Diese Tatsache ist von der Ernährung auf den gesamten Konsum übertragbar. Der Kapitalismus hat in den Industriestaaten für einen Wohlstand für weite Teile der Bevölkerung gesorgt – Fernseher, Autos und 2x am Tag Fleisch für alle – der ohne eine umweltzerstörende Produktionsweise nicht möglich wäre. Wir alle profitieren davon, tragen damit allerdings auch Verantwortung.
Diese Verantwortung können wir alltäglich im Supermarkt und im Imbiss umsetzen, ebenso beim Stromanbieter, der Bekleidungsmarke und überall, wo wir als Konsument_in in die Wirtschaft hineintreten. Damit, und durch das Schaffen eines Bewusstseins für die Folgen der Produktionsweisen, sind die ersten zwei Schritte zu einer Welt getan, in der unser Wohlstand nicht die Grundlagen zukünftigen Lebens vernichtet.

„Konsumkritischer Stadtspaziergang“
Wann? 20. November, 16 Uhr
Wo? Steht noch nicht fest

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